Architektur: GZP Architekten AG
Projektleitung: Markus Hauri und Michael Bächle
Foto: © arnetfotografik
Rundeckenfenster für ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung
Ein Baudenkmal in Luzern erhält neue Fenster mit abgerundeten Fensterecken.
Die ältesten Fenster der Villa Bellerive, einem prachtvollen Villenbau im Stil der italienischen Renaissance mit Sicht auf den Vierwaldstättersee, stammten aus dem vorletzten Jahrhundert. Sie weisen mit ihren Rundecken ein besonderes Merkmal auf, welches meist aus ästhetischen Gründen eingesetzt wurde. In die neuen Eichenfenster, die wir anhand noch bestehender Originalfenster nachgebaut haben, sind deshalb auch wieder Gläser eingebaut, bei denen Radien die klassischen 90-Grad-Winkel ersetzen.
Im ersten Stock der denkmalgeschützten Villa überwiegen die gestemmten, raumhohen Fenstertüren, welche auf den Balkon und die seitlichen Loggien führen. Daneben bestehen hier, wie auch im Parterre, mehrere zweiflügelige Fenster mit Oblichtern, welche durch neue Trennflügelfenster Historica V-TR-V mit verdeckten Verbindern ersetzt wurden. Das Profil der Sprossen wurde den Sprossen der Bestandesfenster angepasst, ebenso die fein profilierten Schlagleisten und Kämpfer. Insgesamt wurden an den neuen Fenstern der Villa Bellerive 472 Rundecken eingebaut.
Im obersten Stock waren kleinere, zweiflügelige Fenster mit profilierten Landhaussprossen zu ersetzen. Diese schlichteren Fenster ohne Rundecken wurden ebenfalls mit Fischbändern ausgestattet. Anhand noch bestehender Fischbänder wurden die Zierköpfe, ein dekorativer Abschluss von Fischbänder, für alle Fenster nachgefertigt.
Sämtliche Fenster wurden mit einer Öllasur behandelt, welche den Holzschutz mit einer dekorativen Wirkung verbindet. Dafür wurde bei der Bemusterung, welche im Vorfeld der Restaurierung stattfand, neben einem Musterfenster auch die geeignete Farbe getestet.










